Korsika mit auto, wandern und strände wie in der südsee

Korsika ist eine französische Insel, die allerdings sehr italienisch geprägt ist. Der französische Akzent ähnelt eher dem italienischen. Die Mittelmeerinsel besticht durch Berge und traumhafte Strände. Von Deutschland aus gehen keine Direktflüge (in Planung), daher kann man die Insel nur per Zwischenstopp oder Fähre besuchen.

Ajacchio (Fährhafen)

In Ajacchio komme ich auf einem süßen Campingplatz unter namens Les eaux vives. Er ist von den Sanitäranlagen sehr einfach, die im März noch nicht mal funktionieren. Aber die Besitzerin ist sehr lieb und hilfsbereit. Er ist an der Nationalstraße, aber da neben dem Platz direkt ein großer Fluss langrauscht, hört man eher ihn, als die Straße. Nachts kann man tolle Sterne beobachten und generell ist der Platz inmitten von Eukalyptusbäumen, die im heißen korsischen Sommer Schatten spenden.

Das Wetter ist leider nicht so gut. Korsika im März/April ist eben doch noch frisch und regnerisch, vor allen Dingen in den Bergen (über 2000 Meter hoch). Die laden im Sommer zum Wandern und im Winter auch zum Schneewandern ein.

Bonifacio

Ich entscheide mich, in den Süden von Korsika zu fahren, denn hier ist es wesentlich wärmer (bestimmt 10 Grad und es regnet nicht). Bonifacio, korsisch Bonifaziu (italienischer Einschlag), ist eine sehr schöne mittelalterliche Stadt, die hoch oben auf einem Felsen thront. Man kommt zu Fuß oder Bus in die Stadt, doch per pedes läuft man durch das schöne Stadttor. Die Sandsteinmauern sind herausgeputzt und überall wird gewerkelt (auf ganz Korsika und den Fähren), um die neue Saison einzuläuten. Bonifacio hat einen der schönsten Seefriedhöfe, so schaue ich ihn mir an. Nach einer Stadtwanderung folgt eine korsische Spezialität, nämlich Aubergine Bonifacio mit 4 Käsesorten, sehr lecker.

Ost-Korsika

Ich erkunde Ost-Korsika und entdecke dabei die Südsee im Mittelmeer. Korsika braucht sich wirklich nicht zu verstecken. Man kann hier bestens Strandwandern oder Kiten und Surfen.

Strände

Santa Giulia

Saint Cyprien

Strand Paraguan und Fazzio

Wanderung vom Campingplatz in Bonifacio zum Strand Paraguan und Fazzio

Direkt vom Campingplatz aus rechts und gleich wieder rechts zum Wanderweg den Berg hoch. Hier läuft man über größere Schottersteine und vorbei an alten Mauern. Man hat die Möglichkeit nach ca 20 Minuten links abzubiegen, um an den Strand Fazzio zu kommen. Wenn man auf dem Hauptweg geradeaus weiter läuft, bekommt man noch an einer späteren Stelle die Möglichkeit links abzubiegen, oder weiter bis nach Plage du Paraguan zu laufen. Der Weg nach unten ist eher dunkel, da in Büschen. Doch die Aussicht topt alles, der Weg hat sich gelohnt. Ein kleiner Strand lockt mitten in Felsen, türkisblaues Wasser, ich bin ganz allein. Leider ist der Strandabschnitt wirklich sehr klein und der Weg durch die Büsche und über die Steine dauert doch verhältnismäßig lang (wenn man oben die beiden Weg-Optionen vergleicht gegen die Kürze des Strandabschnitts). Rückzu laufe ich mit dem Gesicht in Richtung Bonifacio und schon bald erblicke ich die Treppen von Aragon und einen Leuchtturm. Kleinere Schiffe halten in einer Nebenbucht und hoch oben auf dem Felsen thront die Altstadt von Bonifacio. Ein sehr schöner Anblick und eine tolle Wanderung. Wer an diesen Stränden im Sommer baden möchte, sollte sich unbedingt selbst versorgen.

Wandern

Die Berge sind über 2000 Meter hoch  und laden zum Wandern ein. Der GR20 ist ein großer, anspruchsvoller Wanderweg, der in der alpinen Region eher im Sommer bestiegen werden kann. Es gibt unzählige Naturparks wie den bei Porto Vecchio.

Piscines Naturelles de Cavu

„Piscines Naturelles“ bedeutet natürlicher Swimmingpool. Ein schöner Flusslauf, der weiter hoch in die Berge führt. Am Restaurant 3 piscines tummeln sich die Menschen, läuft man jedoch nur ein paar hundert Meter weiter hoch oder runter, ist man fast den ganzen Tag allein. Herrlich, empfehlenswert.

Bastia

Von hier geht es leider schon langsam in Richtung Norden, zum Hafen von Bastia. Ich finde einen Stellplatz direkt am Wasser an einem Haff, zauberhauft gelegen. Öffentliche Verkehrsmittel in die Stadt fahren eher nicht, aber wer möchte, kann 4 Kilometer zum Bus laufen oder 9 Kilometer am Strand immer mit Blick auf Bastia und die Berge.

Terra Nova, eine jahrhunderte alte Zitadelle wacht über Bastia und lockt schon von Weitem. Die alte Stadt bietet einige Einkehrmöglichkeiten. Da ich am nächsten Morgen früh raus muss, mache ich nach der Zitadelle kehrt, decke mich mit Proviant ein. Da ich mein Französisch pflege, bekomme ich abends in einer Boulangerie (Bäckerei) eine Art Pfannkuchen/Berliner geschenkt.

Rückfahrt

Meine Fähre geht geplant um 8 Uhr, wegen schlechten Wetters bekommen wir eine Nachricht, dass die Abfahrt schon 7.30 UHr stattfindet. Daher muss ich 5.15 Uhr aufstehen und hoffe, den Stellplatz verlassen zu können, da die meisten erst gegen 6 oder 6.30 Uhr das Tor öffnen. Doch ich habe Glück. Am Terminal angekommen, weist leider niemand vernünftig ein, so stehe ich in der LKW Schlange, was bei anderen Fährhäfen auch schon passiert ist. Mir wird aber gesagt, dass ich rückwärts zurück und in die Autoschlange muss. Doch mittlerweile klappt das Rückwärtsfahren ganz gut, schließlich ging meine erste Tor auch direkt beim Verkäufer einmal rückwärts durch die Halle 😉

Die Fährüberfahrt dauert gute 4 Stunden. Von hier geht es weiter nach Mailand, von wo aus ich wieder nach Deutschland für einen Fernsehauftritt fliegen muss. Den Van konnte ich auf einem Parkplatz stehen lassen, allerdings hätte ich es gar nicht gedurft, da sie nur Autos bis 1,90m aufnehmen. Ich hatte extra wegen einer Höhenbeschränkung auf Google geschaut, aber es stand in den AGB. Aber die Dame am Tresen ist nett und ich darf stehen.

Von hier geht es für mich nach meiner Rückkehr direkt an den Lago Maggiore.

Rückfahrt – Stopover Lago Maggiore

Ich war bisher immer am Gardasee, der Lago Maggiore ist für uns Deutsche der eher unbekanntere See. Doch ich finde ihn traumhaft. Mir hat die Schweizer Seite besser gefallen als die Italiensche. Es gibt viele Städte wie Ascona und Locarno und von hier gehen zahlreiche Wanderrouten los. Außerdem gibt es Palmen hier am See, ein richtiges Mittelmeerflair. Hier geht es zum vollständigen Blogartikel Lago Maggiore.

Den Morgen am Campingplatz mit Blick auf die Berge zu genießen, ist atemberaubend.

Was eine Reise – Sardinien, Korsika und mittendrin ein Job in Essen. Die Orga für die Fähren einerseits, meine Flüge andererseits, war sehr zeitaufwendig. Doch ich habe es genossen, meine Workation auf den beiden Insel zu verbringen. Sardinien erscheint mir ein wenig wärmer. Korsika lädt genial zum Wandern ein. Ich komme wieder. Der Lago Maggiore bildete den Abschluss meiner Reise und krönte wirklich den Aufenthalt.

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Corsica is a French island, but it is very Italian. The French accent is more similar to the Italian. The Mediterranean island impresses with mountains and beautiful beaches. There are no direct flights from Germany (in planning), so you can visit the island only by stopover or ferry.
Ajacchio (ferry port)
In Ajacchio I stay at a cute campground called Les eaux vives. The sanitary facilities are very simple and not even working in March. But the owner is very nice and helpful. It is on the national road, but since a large river rushes right next to the site, you hear it rather than the road. At night you can see great stars and generally the place is in the middle of eucalyptus trees, which provide shade in the hot Corsican summer.
Unfortunately, the weather is not so good. Corsica in March/April is still fresh and rainy, especially in the mountains (over 2000 meters high). They are inviting for hiking in summer and for snow hiking in winter.
Bonifacio
I decide to go to the south of Corsica, because here it is much warmer (certainly 10 degrees and it does not rain). Bonifacio, Corsican Bonifaziu (Italian influence), is a very beautiful medieval town perched high on a rock. You can get to the town by foot or bus, but by foot you walk through the beautiful town gate. The sandstone walls are spruced up and there is work going on everywhere (all over Corsica and the ferries) to ring in the new season. Bonifacio has one of the most beautiful maritime cemeteries, so I check it out. After a city walk follows a Corsican specialty, namely eggplant Bonifacio with 4 cheeses, very tasty.
East Corsica
I explore East Corsica and discover the South Sea in the Mediterranean. Corsica really does not need to hide. You can go beach hiking, kiting and surfing.
Hiking
The mountains are over 2000 meters high and invite you to hike. The GR20 is a large, demanding hiking trail, which can be climbed in the alpine region rather in the summer. There are countless nature parks like the one near Porto Vecchio.
Piscines Naturelles de Cavu
„Piscines Naturelles“ means natural swimming pool. A beautiful river course that leads further up into the mountains. At the restaurant 3 piscines people are bustling, but if you walk just a few hundred meters further up or down, you are alone almost the whole day. Wonderful, recommendable.

Return trip – Stopover Lago Maggiore
I have always been to Lake Garda, Lago Maggiore is the more unknown lake for us Germans. But I find him dreamlike. I liked the Swiss side better than the Italian side. There are many cities like Ascona and Locarno and from here numerous hiking routes start. Also, there are palm trees here on the lake, a real Mediterranean flair.
Enjoying the morning at the campsite overlooking the mountains is breathtaking.

What a trip – Sardinia, Corsica and in the middle of it all a job in Essen. The orga for the ferries on one hand, my flights on the other, was very time consuming. But I enjoyed spending my workation on the two islands. Sardinia seems a little warmer to me. Corsica invites brilliantly for hiking. I will come again.
Lake Maggiore was the end of my trip and really crowned the stay.

2 Kommentare

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