Elberadweg Cuxhaven bis Stade 75km

Elberadweg von Cuxhaven nach Hamburg
Cuxhaven – Otterndorf – Neustadt Oste – Balje – Freiburg an der Elbe – Wischhafen – Drochtersen – Stade

9 Euro Ticket bis Cuxhaven


Mit dem 9 Euro Ticket ging es von Hamburg nach Cuxhaven. Am Hauptbahnhof der erste Schock: Menschenmassen, aber nur an den ersten 3 Waggons. Weiter hinten war es leerer. Der frühe Vogel fängt den Wurm, so bekomme ich noch ein Plätzchen im Fahrrad Abteil.
Ansonsten kann man mit dem Niedersachsenticket reisen.
Mit dem Regio 5 fährt man in 1:44h von Hamburg nach Cuxhaven.



Start Cuxhaven

Erster Stopp bei „Alte Liebe“, wo früher die Schiffe losgefahren sind.
In Cuxhaven fließt die Elbe in die Nordsee.



Einstieg und Ausschilderung


Einstieg etwas schwierig bei den vielen Kanälen, z.B. nach „Cux Port“ fahren, dann steht in Richtung Hamburg auf dem Boden. Es gibt einige Fahrradwege, zum Beispiel einen normalen Radweg nach Hamburg und den Elberadweg. Es ist etwas verwirrend, man muss schon sehr gucken, auch wegen der offenen und geschlossenen Brücken.



Der Weg: viel Asphalt (perfekt fürs Rennrad), einige Landwege, aber immer Fahrradwege auch außerhalb der Ortschaften.
Weiter geht’s…

Cuxhaven bis Otterndorf



Von Cuxhaven bis Otterndorf ist für mich gleich die schönste Strecke. Es sieht aus wie in der „Jever“ Werbung; echt schön, Deiche, Wattenmeer, Schafe, Tore zum Öffnen, damit die Schafe und Kühe nicht ausbüchsen, nordische Backsteinhäuser. Alles sehr goldig.

Historische Hafen Neustadt Oste


In Neustadt an der Oste fährt man einen großen Kringel an der Oste, um wieder an die Elbe zu kommen. Teilweise sind Firmengelände am Fluss (Siemens Gamesa oder Titan Wind Energy), teilweise ist es Naturreservat oder wahrscheinlich Feucht-Biotop.


Hier hab ich mich verfahren und muss einen kleinen Umweg nehmen.
Dadurch hab ich aber diesen Obstautomaten entdeckt.

Ich bin zwar noch nicht im Alten Land, aber Obst (Äpfel, Kirschen, Beeren, Birnen), Eier und Honig gibt es hier an vielen Stellen.


Von Neustadt geht es für mich in Richtung Balje.

Freiburg an der Elbe


Darauf folgt Freiburg an der Elbe.
Hier mache ich ein Päuschen und freue mich, dass ich nun wieder richtig bin.



Ich unterhalte mich mit einem Schweizer, der von Freiburg in Baden-Württemberg gestartet ist und sich nun freut, in Freiburg zu sein. Ich freue mich auch , komme ich doch aus Freiberg in Sachsen. Er fuhr ein Stück an der Saale, dann ab Magdeburg den Elberadweg. Von Freiburg hat er noch gute 32km nach Cuxhaven. Dann hat er diesen Weg geschafft. Er will jedoch noch weiter in die Niederlande. Er hat sein Zelt, Klamotten und ein paar Küchen Utensilien dabei. So hält er sich fit. Wir wünschen uns beide einen schönen Weg, oder buen camino, den Jakobsweg ist er auch mit dem Rad gefahren (und ich gelaufen).



Wischhafen


Von Freiburg geht es nach Wischhafen. Hier sollte unbedingt geprüft werden, ob die Brücke oben oder unten ist. Denn hier kann man gute 1,5h stehen und warten.

Also muss ich wohl oder übel die längere Strecke nach Stade nehmen, an der L111 entlang auf dem Radweg. Unterwegs treffe ich ein Pärchen. Sie raten mir eine schöne Umgehung am Deich. Die nehme ich auch (mit einer Linkskurve entgegen meiner Fahrtrichtung). Der Ausblick ist toll. Hier mache ich Pause. Allerdings ist es für mich am Ende tatsächlich ein Umweg, denn nach knapp 4 Kilometern geht es nicht mehr am Deich entlang. Somit geht es zurück zur L111.

Drochtersen



Hier führt der Fahrradweg an Drochtersen entlang, was gar nicht direkt an der Elbe liegt. Hier habe ich mal gearbeitet. Erinnerungen an eine Saft-Promotion kommen hoch, mit einer langen, gemütlichen Mittagspause im Obstgarten.

In Richtung Stade


Von Drochtersen kämpfe ich mich bis Stade. Die Kraft lässt nach und der Wind hat gedreht. Normalerweise hat man von Cuxhaven über Hamburg nach Dresden immer den Wind im Rücken.


Tipp: Daher im besten Fall immer bei der Elbe immer von der Mündung weg fahren.

Landschaftlich wird es nochmal schön, einfach grün und ruhig im Hinterland.

Kurz vorm Schluss treffe ich noch eine Dame, denn Stade ist zwar mit dem Rad nach rechts aber für Autos nach links gekennzeichnet, ebenfalls mit parallelem Radweg neben der L111. Sie sagt, dass sie mich gleich zum Bahnhof bringt. So fahren wir die letzten 5km gemeinsam. Sehr nett. Sie hatte ihr Rad am 18.8.21 geholt und ist 12.000km geradelt in einem Jahr. Sie hatte paar Waden.
Ich sagte, dass auffällig viele nett „hallo“ gesagt haben. Sie meint, dass ist dort oben so, entgegen der landläufigen Meinung, dass die Norddeutschen mundfaul und kühl wären.
Damit kann ich mich am Bahnhof ausruhen und mit dem Regio zurückdüsen, etwas schneller ist als mit dem Rad.



Elberadweg und generell Rad fahren im Grünen

Der Elberadweg ist gerade zu Beginn (oder Ende der Elbe) sehr reizvoll. Der Untergrund geht auch super mit Rennrad!


Wieder merke ich, einen Tag Rad fahren, schon ist der Kopf frei. Wie ein Tag Urlaub und weit weg vom Stress.



Teil 2 Stade – Hamburg folgt.

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