Coworking Space in Madrid, 3 Tage Online Moderation

Auf Grund der aktuellen Situation habe ich bei einem dreitägigen Job die Aufgabe, die Livestreams zu moderieren und zwar komplett online.                Was ich damit sagen möchte, ist, bisher war ich immer bei Kunden vor Ort in einem Greenscreen, Studio oder wir haben vor Ort in den Produktionshallen der Kunden ein Pop-Up Studio aufgebaut. Das ist total schön, weil man zumindest vor Ort mit den Kunden agieren kann, während die anderen Teilnehmenden zugeschalten sind. Außerdem kann ich niemals so eine Technik auffahren, damit es wie in einem TV Studio aussieht

Doch einen Haken hat diese Sache: ich muss immer beim Kunden vor Ort in persona sein (nein ich plädiere nicht für einen Avatar, ich liebe das Feeling vor Ort!!!!).

How beautiful is that set?

Nun habe ich aber die Möglichkeit ortsungebunden drei Tage online zu moderieren und das freut mich sehr. Eigentlich wollte ich erst noch diesen Livestream in meinem Home Office in Hamburg erledigen. Aber da ich eh mit meinem Van endlich mal wieder loswollte, dachte ich, kann ich doch mein kleines Studio Set-Up mitnehmen. Eine gute Kamera, ein Ringlicht und mein Rode Mikrofon haben dieses Jahr für etliche Podcasts und Youtube Formate gute Dienste geleistet.

Ich startete meine Tour in Hamburg und rollte mit Stop-over in Paris bis nach Irun zu französisch-spanischen Grenze. Hier wollte ich erstmal ein paar Tage runterfahren. Das hat so semi funktioniert, weil doch noch einige Live Calls anstanden und ich noch ein Video für eine Kooperation drehen durfte. Das Wetter tat sein übriges, denn es tobte ein richtig starker Sturm. Klar wir sprechen über Winter in Nordspanien; welches auch nur ein Stück südlicher als München liegt und noch dazu am Atlantik. Es ist also durchaus realistisch, dass es hagelt, das es Sturmböen gibt und alles nass ist.

Jede Regenpause konnte ich nutzen, um auf den Spuren meines Jakobsweges dem Camino del Norte zu wandern. Den Rest verbrachten Flynn und ich im Van.

Ich hatte geplant, nach Bilbao zu fahren, denn eine große Stadt hat sicherlich einen Co-Working Space. Im Van wollte ich die Produktion nicht drehen. Das habe ich im Sommer zwei Mal gemacht, als es ums Reisen ging. Bei einem seriösen, mitunter konservativen Kongress fand ich meine Yoga-Flaggen im Hintergrund aber ein bisschen zu eso 😉

Doch der Sturm wütete, manchmal dachte ich, der Van fällt um. Das mag lustig klingen, ist es aber nicht, wenn man gerade im Van ist. Die Wettervorhersage ließ keine Hoffnung auf Besserung zu.

Ich änderte meinen Plan von Bilbao auf Zarautz, weil es ein wundervoller Küstenort ist und Bilbao in der Stadt nur einen Campingplatz zu haben scheint, der aber sehr hell und laut ist und auch sonst in einer dubiosen Gegend sein soll. Alles andere befindet sich eine Stunde außerhalb. Da ich aber bereits 8 Uhr im Call sein muss, heißt das für mich, 7 Uhr vom Campingplatz los. Ich weiß aber nicht, ob mich das Taxi wirklich abholt oder die Bahn fährt. Zarautz ist da überschaubarer. Dennoch bietet es wunderschöne Campingplätze mit Blick auf die langen Strände. Ich entscheide mich für Gran Camping Zarautz und wenn es nicht so stürmisch wäre, könnte ich den atemberaubenden Blick auch genießen. Bei meiner Ankunft fing es wieder so heftig an zu hageln, dass ich den Campingplatz nicht verlassen habe. Nur einmal war ich kurz auf dem Weg zum Strand und da knallte mir der Hagel so arg ins Gesicht, dass ich nach 200 Metern umkehrte. Ich konnte nicht einmal den potentiellen Co-working Space in der City checken. Es war genug. Ich reiße die Zelte in Nordspanien im Winter ab.

Es wäre doch Blödsinn, auf Krampf hier oben zu bleiben, nur weil es so geplant war. Immer im Fluss bleiben und schauen, was das Leben einem bereitet.

Dafür habe ich ja ein mobiles Heim, damit ich der Sonne hinterherfahren kann. Ich möchte unbedingt noch nach Südspanien, doch ist die Strecke für einen Tag, an dem ich den Co-Working Space inklusive Internetleitung und Zoom Call noch testen möchte, unschaffbar. Ich wollte sowieso über Madrid fahren und die spanische Hauptstadt kennenlernen. Bisher kenne ich nämlich nur die Küstenorte.

Go with the flow, trust the camino und so habe ich zum 50. Mal meinen Arbeitsort geändert, das ist ortsunabhängiges arbeiten.

In Madrid habe ich einen Campingplatz etwas außerhalb der Stadt, da mache ich mir aber über die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln keine Sorgen. Co-Working Spaces gibt es genug, ich habe einen im Auge, dort wird das Internet getestet und dann steht dem Livestream und mobilen Arbeiten im Co-Working Space nichts mehr im Wege.

Aus Hamburg, mach Bilbao, mach Zarautz mach Madrid. Immer schön flexibel bleiben.

An einem Sonntag versuche ich einen freien Co-Working place in Madrid zu finden. Es scheint Mission impossible zu sein

Die Spanier halten ihren Sonntag sehr heilig. Bei insgesamt 8 Coworking spaces bin ich gewesen, wo Google gesagt hat, die seien offen.

Unverrichteter Dinge laufe ich erst noch ein wenig durch die Stadt und teste mein Back-up im Van. Das Internet steht, doch kann es leicht abbrechen. Außerdem könnte man den Regen hören. Flynn kann ebenfalls durchs Bild spazieren.

Montag Morgen treffen wir uns 9 Uhr online, 9.30h kommen die Teilnehmenden, 10 Uhr geht es los. Seit 8.30h stehe ich vorm co-working space. Ich komme hektisch rein, muss eine App runter laden und bekommen einen geschlossenen Raum.

Das Internet funktioniert super, 9.13h komme ich rein und das Set sieht schick aus. Vorbereitet bin ich auch, nun kann nichts mehr schief gehen.

Die Veranstaltung ging von 9-16 Uhr und lief gut. Sie wird hoffentlich im nächsten Jahr fortgesetzt, Thema Integration.

In der Mittagspause hatte ich einen technischen Check für den nächsten Call und nach 16 habe ich eine Stunde Pause, bevor 17 bis 18.30h das nächste Briefing ansteht. So kann ich aber die nächsten Wochen mehr durchatmen und habe keine Termine mehr.

An Tag 2 muss ich in ein großes Office, weil die kleinen Räume alle belegt sind. Außerdem muss ich bereits 8 Uhr da sein, weil wir direkt 9 Uhr starten. Ich muss dafür 40€ Aufpreis zahlen, weil sie eigentlich erst ab 9 Uhr öffnen.

An Tag 2 klappt ebenfalls alles und mir wird an der Rezeption gesagt, dass ich die 40€ nicht extra zahlen muss, wenn wir an Tag 3 abends ein Bierchen trinken gehen. Das nenn ich doch mal einen Deal.

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Due to the current situation, I have the task of hosting the livestreams on a three-day job, completely online. What I’m saying is, so far I’ve always been on location with clients in a green screen, studio or we’ve set up a pop-up studio on location in the clients‘ production halls. That’s totally nice because at least you can act on location with the clients while the other participants are plugged in. Plus, I can never set up technology like that to make it look like a TV studio.
But there is a catch: I always have to be on location with the customer in persona (no I don’t plead for an avatar, I love the feeling on location!!!!).
But now I have the opportunity to moderate online for three days without being tied to a specific location, and that makes me very happy. Actually I wanted to do this livestream in my home office in Hamburg first. But since I wanted to finally get going again with my van, I thought I could take my small studio set-up with me. A good camera, a ring light and my Rode microphone have served me well for several podcasts and Youtube formats this year.
I started my tour in Hamburg and rolled with stop-over in Paris to Irun to the French-Spanish border. Here I wanted to drive down for a few days. This worked so semi, because some live calls were still pending and I was allowed to shoot a video for a cooperation. The weather did the rest, because it raged a really strong storm. Of course we’re talking about winter in northern Spain, which is only a bit further south than Munich and on the Atlantic. So it is quite realistic that it hails, that there are squalls and everything is wet.
Every rain break I could use to hike on the tracks of my Way of St. James the Camino del Norte. The rest Flynn and I spent in the van.
I had planned to go to Bilbao, as a big city certainly has a co-working space. I didn’t want to shoot the production in the van. I did that twice in the summer when it came to traveling. However, at a serious, sometimes conservative convention, I found my yoga flags in the background a bit too eso 😉 .
But the storm was raging, at times I thought the van was going to fall over. That may sound funny, but it’s not when you’re in the van right now. The weather forecast did not give any hope for improvement.
I changed my plan from Bilbao to Zarautz because it is a wonderful coastal town and Bilbao seems to have only one campground in town, but it is very bright and noisy and is supposed to be in a dubious area otherwise. Everything else is located an hour outside. But since I already have to be 8 o’clock in the call, that means for me, 7 o’clock from the campsite go. But I don’t know if the cab will really pick me up or if the train will take me. Zarautz is more manageable. Nevertheless, it offers beautiful campsites overlooking the long beaches. I decide for Gran Camping Zarautz and if it would not be so stormy, I could also enjoy the breathtaking view. When I arrived it started to hail so hard again that I did not leave the campsite. Only once I was briefly on the way to the beach and there the hail slammed me so badly in the face that I turned back after 200 meters. I couldn’t even check out the potential co-working space in the city. It was enough. I’m tearing down the tents in northern Spain in winter.
It would be nonsense to stay up here on a hunch just because that was the plan. Always stay in the flow and see what life has in store for you.
That’s why I have a mobile home, so I can follow the sun. I really want to go to southern Spain, but the distance is unmanageable for one day, when I still want to test the co-working space including internet line and Zoom Call. I wanted to go via Madrid anyway and get to know the Spanish capital. So far, I only know the coastal towns.
Go with the flow, trust the camino and so I changed my work location for the 50th time, that’s location independent working.
In Madrid I have a campsite a bit outside the city, but there I’m not worried about public transport connections. Co-working spaces are plentiful, I have my eye on one, there the internet will be tested and then nothing will stand in the way of livestreaming and mobile working in the co-working space.
From Hamburg, make Bilbao, make Zarautz, make Madrid. Always stay flexible.

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