Rückreise aus Spanien

english version below

Wie schon im vorhergehenden Artikel zu lesen war, bin ich bereits zurück in Deutschland. Nichtsdestotrotz wollte ich noch von der Rückreise berichten.

Ich muss zugeben, dass ich ziemlich aufgeregt war. Geplant war ja, dass ich entweder gemeinsam mit der dänischen Familie oder dem alten Schweden in Kolonne fahre (wenngleich ich kein Freund von Kolonne bin, aber es gelten eben besondere Umstände…)

aktuelle Lage

Nämlich, dass zur Zeit meiner Ausreise aus Spanien, die Autobahnen immernoch leer waren. Das ist zum Fahren zwar toll, aber doch irgendwie gruselig… Außerdem darf man die Autobahn nicht verlassen, in Spanien sind noch keine Campingplätze für Reisende geöffnet (in Frankreich schon), daher ist man gezwungen, auf den Autobahn Raststätten zu übernachten…. Es soll wohl viele Gauner geben, die sich genau das zu Nutze machen. Ich habe das aus verschiedenen Quellen gehört und will nun nicht näher darauf aufgehen. Jedenfalls fühlte ich mich ins Mittelalter zurückkatapultiert, wenn ich daran denke, dass ich mich als Frau in Europa nicht mehr sicher fühle, allein zu reisen. Da ich spontan ein Jobangebot in Deutschland bekommen hatte, musste ich relativ schnell die Rückreise antreten, das war meinen potentiellen Reisegefährten aber zu früh, daher musste ich allein reisen. Außerdem sagten mir Deutsche noch, das man sogar schon in Frankreich in Quarantäne müsste. Das entpuppte sich aber als Falschmeldung.

Batterie entladen – Fremdstart

Ist das ein Zeichen?

Bevor ich losfahren konnte, musste ich erst einmal einen Fremdstart veranlassen. In der letzten Nacht in Spanien spielte meine Elektronik im Auto verrückt, die Anzeigen hüpften hin und her, obwohl ich keinen Schlüssel in der Zündung hatte… mir war fast klar, dass das Auto am nächsten Morgen nicht starten würde. Da ich Flynn im Auto hatte, habe ich in den 2 Monaten das Auto nie angemacht oder bewegt, auch nicht um das Grauwasser zu entsorgen und neues Wasser zu befüllen. Das habe ich immer händisch gemacht, sprich Kanister geschleppt. (ich hatte ja sonst nicht viel zu tun ;.) ) So kam mein spanischer Freund und Yogalehrer David mit seinem kleinen Wagen (er hat einen 2. Wagen und sein Wohnmobil), um mir einen Fremdstart zu ermöglichen. Da ich sehr traurig war, meine Community zu verlassen, wich die Traurigkeit in dem Moment eher einer Aufgeregtheit und lenkte mich ein wenig ab.

Als ich losfuhr, stand meine Community Spalier, um mich zu verabschieden. Dann ging es fix tanken für 86 Cent in Spanien!!!!

(Tipp: immer in Spanien nochmal volltanken, denn in Frankreich kostete Diesel bereits wieder 1,51€), in Spaninen 86 Cent

Die Autobahn war frei, es ließ sich also gut fahren und nachdem ich 2 Monate mehr oder weniger das Gleiche gesehen habe (auch wenn ich die letzte Woche nun auch an den Strand joggen und in den Bergen wandern konnte), freuten sich meine Augen, mal etwas anderes zu sehen.

von den Bergen der Sierra Nevada bis zur Küste und nach Barcelona

Durch die Berge der Sierra Nevada, das war wirklich ein erhabendes Gefühl. Weiter ging es an Küsten, vorbei an Tarragona. In Barcelona durfte man nur bis 20 Uhr Autobahn fahren. Das nahm ich als Anlass, dann doch mal Landstraße und durch kleine spanische Dörfer zu fahren, wer hätte das gedacht?

Erste ÜberNachtung an der Tankstelle

Kurz vor der französischen Grenze auf der Landstraße fand ich dann eine angemessene Tankstelle, die sich als meine Schlafstätte gut machte. Flynn wollte nun natürlich nach alter Manier die Welt draußen erkunden. Ich ließ ihn einmal kurz heraus, danach musste er rein und durfte nur noch ein wenig auf dem Dach spazieren. Zum Glück regnete es, weswegen die Fellnase schnell wieder rein zu mir wollte.

Welche Dokumente benötigt man?

In Spanien brauchte man an sich kein Schreiben, weswegen man reiste. Wenn man jedoch aus Portugal kam, brauchte man ein Schreiben, um durch Spanien zu fahren. Da stand einfach nur: „Ich komme aus Portugal aus dem Urlaub und reise zurück nach Deutschland.“ Dieses druckte ich mir aus und strich „Portugal“ durch und schrieb Spanien drüber. Das Schreiben habe ich aber nicht gebraucht. Wie oben beschrieben, tankte ich direkt in Spanien noch einmal auf, um in Frankreich darauf zu verzichten.

Frankreich – obligatorische Erlaubnis

Anders am nächsten Tag der Grenzübergang nach Frankreich. Dort ist es obligatorisch eine Erlaubnis bei sich zu haben, zu finden auf der Seite der Bundesregierung. Dort hat man einige Auswahlmöglichkeiten, warum man reist. Meine Erklärung, das ich zurück nach Deutschland möchte, um zu arbeiten, fanden die französischen Beamten recht seltsam und entgegneten „Arbeit?“ =) Durch meinen Französisch Leistungskurs und meine Zeit als Au-pair Mädchen kam ich aber ganz gut mit den französischen Beamten klar. Nach einem kurzen Check meines Ausweises durfte ich meine Reise fortsetzen.

Weinberge, Lyon, Nantes, Rhone

In Frankreich gefielen mir wie immer die Weinberge. Es ging durch Lyon und Nantes. Ich kreuzte auch 2 Mal die Rhone. Der Ausblick aus meinem höhergelegten Wagen war herrlich. Frankreich auch immer eine Reise wert.

2200 Kilometer allein gefahren, eine Übernachtung

Zwischenziel Limburg an der Lahn

Mit Hörbüchern und stundenlangen Telefonaten schaffte ich die Strecke von 2200 Kilometern bis Limburg wirklich in 2 Tagen und nur einer Übernachtung im Ausland. Ich bin ganz allein gefahren (Flynn wollte doch nicht ans Steuer^^) und ich bin froh, wieder deutschen Boden unter meinen Rädern zu haben.

In Limburg übernachtete ich bei der Freundin meines Bruders. Flynn und ich schliefen weiterhin im Van. Ich denke, es wäre für Flynn zu viel Stress gewesen, in eine unbekannte Umgebung zu kommen. So waren wir im Van und er konnte nachts den Garten unsicher machen, jedoch jeder Zeit an seinen bekannten Rückzugsort zurück. Es war jedoch für mich sehr kalt, gerade nachts und auch trotz Standheizung.

Am 15.5.2020 galt in Deutschland und vor allen Dingen in Nordrhein-Westfalen keine Quarantäne mehr. Da habe ich wieder einmal Glück gehabt.

Bei der Gelegenheit konnte ich mir die Fachwerkstadt auch ansehen und bin beeindruckt.

Wann geht es nach Hamburg?

Da ich meine Wohnung nun noch bis 31.5.2020 zwischenvermietet habe, verbrachte ich noch 2 wunderschöne Wochen bei meiner Familie im Erzgebirge, um dann im Juni schließlich nach 3 Monaten wieder in Hamburg anzukommen.

Ob ich dort mit dem Van einen Parkplatz finde? Ich vertraue darauf.


Return Trip form Spain via France to Germany

As you could read in the previous article, I am already back in Germany. Nevertheless, I wanted to report about the return journey.

I must admit that I was quite excited. It was planned that I would either travel together with the Danish family or with the old Swede in column (although I am not a friend of column, but there are special circumstances…)

Namely, that at the time I left Spain, the highways were still empty. That’s great for driving, but somehow creepy… Besides, you are not allowed to leave the motorway, in Spain there are no campsites open for travellers yet (in France there are), so you are forced to spend the night in rest areas on the motorway… There are supposed to be many crooks who take advantage of this. I have heard this from different sources and don’t want to go into it any further now. Anyway, I felt catapulted back to the Middle Ages when I think that as a woman in Europe I no longer feel safe travelling alone. Since I had spontaneously received a job offer in Germany, I had to start my return journey relatively quickly, but this was too early for my potential travel companions, so I had to travel alone. Besides, Germans told me that you even have to go into quarantine in France. But that turned out to be a false report.

Battery discharged – external start

Is that a sign?

The night before I left, my electronics jumped up and down. I knew, that the next day, the car wouldn´t do a proper start… Before I could drive off, I had to arrange for an external start. Because I had Flynn in the car, I never turned on or moved the car in the 2 months, not even to dispose of the grey water and fill up with new water. I always did that by hand, i.e. I dragged canisters. (I didn’t have much else to do ;.) ) So my spanish friend and yoga teacher David came with his little car (he has a 2nd car and his camper) to give me a foreign start. Since I was very sad to leave my community, the sadness gave way to excitement at that moment and distracted me a bit.

When I left, my community was standing in line to say goodbye. Then I had to fill up my tank for 86 cents in Spain!!!

(Tip: always fill up again in Spain, because in France diesel already cost 1,51€ again), in Spain 86 Cent

The highway was free, so it was easy to drive and after I saw more or less the same thing for 2 months (even though I could jog to the beach and hike in the mountains the last week), my eyes were happy to see something different. Through the mountains of the Sierra Nevada, that was really an uplifting feeling. On we went along the coast, passing Tarragona. In Barcelona you were only allowed to drive on the motorway until 8 pm. I took this as a reason to drive on country roads and through small Spanish villages, who would have thought that?

first night at a fuel station

Shortly before the French border on the country road I found a suitable gas station, which was a good place to sleep. Flynn now wanted to explore the world outside in the old way. I let him out for a moment, then he had to go inside and was only allowed to walk on the roof for a while. Luckily it was raining, so that the pelt-nose wanted to come back to me quickly.

Spain, documents

In Spain, you didn’t need to write, which is why you travelled. But if you came from Portugal, you needed a letter to travel through Spain. It simply said: „I’m coming from Portugal on holiday and am travelling back to Germany.“ I’d print that out and cross out „Portugal“ and write „Spain“ over it. But I didn’t need the letter. As described above, I filled up my tank again in Spain, so that I didn’t need it in France.

France – mandatory document

The next day the border crossing to France is different. There it is obligatory to have a permit with you, which can be found on the website of the federal government. There you have some choices why you travel. My explanation that I want to go back to Germany to work, the French officials found quite strange and replied „Work? =) But because of my French course and my time as an au pair girl I got along quite well with the French officials. After a short check of my passport I was allowed to continue my journey. In France I liked the vineyards as always. It went through Lyon and Nantes. I also crossed the Rhone twice. The view from my higher car was magnificent. France is always worth a trip.

Destination Limburg an der Lahn – part time stop

With audio books and hours of telephone calls I really managed the distance of 2200 kilometres to Limburg in 2 days and only one overnight stay abroad. I drove all alone (Flynn didn’t want to take the wheel^^) and I am glad to have German soil under my wheels again.

In Limburg I stayed overnight with my brother’s girlfriend. Flynn and I continued to sleep in the van. I think it would have been too much stress for Flynn to come to an unknown environment. So we were in the van and he was able to make the garden unsafe at night, but at any time back to his familiar retreat. However, it was very cold for me, especially at night and also despite the parking heater.
On 15.5.2020 there was no quarantine anymore in Germany and especially in North Rhine-Westphalia. I was lucky once again.
As I have now rented my apartment until 31.5.2020, I spent 2 more wonderful weeks with my family in the Erzgebirge, only to finally arrive back in Hamburg in June after 3 months.
Will I find a parking space there with the van? I trust the camino.

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