sydney Hafen porträt (Köhlers Guide Kreuzfahrt)

Sydney an einem Tag – unmöglich,

Sydney in einer Woche – unerkundbar,

Sydney einmal im Leben – sensationell, einzigartig und ein Must-Do

20.000 Jahre alte Geschichte – so ganz spürt man das nicht bei der Einfahrt in den Hafen von Sydney. Mit relativ hohem Wellengang durch den südpazifischen Ozean geht es 30km auf dem Paramatta River zum Port Jackson, eingekesselt in Hochhäuser. Den Blick immer gerichtet auf die zwei Wahrzeichen Sydneys: der Harbour Bridge, der größten Stahlbrücke der Welt und der Oper, architektonisch ein Unikat. Sie ruft einen förmlich die ganze Zeit zu sich, um endlich mit dem Schiff im Hafen festzumachen. Bei Sonnenschein blenden die weißen Segel des bekanntesten Opernhauses und es ist jedes Mal ein herrlicher Anblick, wenn ein Dampfer oder Segelschiff an ihr vorbeizieht und den Royal Botanic Garden passiert.

Hier lockt Jahrtausende alte Geschichte, die man an der Überfahrt des Botanischen Gartens mit Blick auf die uralten Bäume spürt, denn diese sind mitunter so alt wie die Dinosaurier und aus den 60km entfernten Blue Mountains umgepflanzt wurden. Bei genauerem Hinsehen lassen sich auch Spuren der Aborigines finden. Mit etwas Glück spielt ein Ureinwohner ein Didgeridoo (Holzblasinstrument) am Hafen, wenn Sie zum Landgang antreten. Ansonsten spürt man die Anwesenheit von Aborigines lediglich durch die Erwähnung in diversen Museen, Monumenten oder Mahnmalen. Es wohnen kaum noch Ureinwohner in der Stadt, weil sie vertrieben wurden oder gestorben sind, nachdem Sydney 1788 zur Sträflingskolonie der Briten wurde, woraufhin die Pockenepidemie ausbrach. Untergebracht wurden die Neuankömmlinge im heutigen Stadtteil „The Rocks“, rechts vom Hafen, der auch heute noch die ältesten Restaurants und Hotels beherbergt und schaurig-schöne Geschichten der verwinkelten Gassen erzählt, wunderbar auf einer „I´m free Tour“ zu erkunden. Die Touren kommen ursprünglich aus Deutschland und es gibt sie ebenfalls fürs Stadtzentrum.

Empfehlenswert ist das direkt nach dem Anlegen, da die Touren 10:30 Uhr im Zentrum bei der Town Hall starten. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie Hafen, Oper und botanischer Garten sowie Stadtkern mit Arbeits- und Partyviertel, China Town und Paddys Market liegen sehr zentral und sind gut zu Fuß erreichbar, da kommt man durchaus auf 30.000 Schritte. Nachdem man sich einen Überblick verschafft hat, kann die Tagesplanung beginnen, denn Sydney hält für jeden etwas bereit.

Freizeit, Essen

Angefangen bei den bekannten Freizeitaktivitäten Zoo und Aquarium, Madame Tussauds, oder der größten Kinoleinwand der Welt im IMAX, geht es über viele kostenfreie Museen (Art Gallery, The Rocks Discovery Museum) zum Genießen der kulinarischen Vielfalt Australiens in den unzähligen Restaurants am Darling Harbour. Denn Sydney ist wahrlich ein Schmelztiegel der Kulturen. Von britischem Essen über asiatisch (China Town, vietnamesische Pho), griechisch, italienisch, libanesisch bis hin zu landestypisch australischem Essen, kann man es sich schmecken lassen. Die Australier sind übrigens die einzigen, die ihre Wappentiere essen, nämlich Emus und Kängurus. Bleiben wir bei Kuriositäten: Die Regierung Sydneys wurde sozusagen auf Rum erbaut, denn nur durch die Vergabe eines Import- und Vertriebsmonopols, ließ sich das Sydney Hospital finanzieren und dort befand sich später das Parliament House, das Regierungsgebäude, was viel über die Australier aussagt. Nicht nur Rum sondern auch Kaffee spielt eine große Rolle für einen gelungenen Tag in Sydney, den gibt es in allen möglichen Geschmacksrichtungen von Rote Beete über Kurkuma bis hin zu Aktivkohle, dazu ein gerolltes Eis und der Nachmittag ist perfekt.

Shopping


Wenn noch Zeit besteht, kann entweder geshoppt werden im mondänen Queen Elizabeth Building, den vielen Outlets, wo sich tolle Schnäppchen bekannter Marken machen lassen oder wenn das Portemonnaie lockerer sitzt, durchaus auch im Westfield Sydney, wo sich auch der Sydney Tower befindet, von dem aus man einen gigantischen Blick über Sydney hat.

Geheimtipp o-Bar

Noch besser und derzeit noch ein Geheimtipp, ist die O-Bar im Büro- und Geschäftsviertel am Martins Place. Kein Zeichen deutet daraufhin, dass sich dort eine Bar befindet. Einfach in den 47. Stock fahren und eine 360 Grad Aussicht genießen, perfekt für den Sonnenuntergang oder zum Abend. Eintritt zahlt man keinen, jedoch sollten Sie etwas Zeit und Geld mitbringen, denn der Cocktail sollte für seine 20 Dollar sehr langsam geschlürft werden und nach 1,5 Stunden hat sich die Empore einmal um die eigene Achse gedreht und Sie damit die komplette Skyline genossen. Hier gilt, wie in vielen anderen Bars und Restaurants Sydneys: gern schick machen, wer das kleine Schwarze dabei hat, kann es auch tragen und für Männer empfehlen sich lange Hosen (auch bei 40 Grad und 80% Luftfeuchte). Andererseits ist die Mentalität Australiens unschlagbar und man bewertet nicht so stark nach Kleidung, Stand, Bildung, Religion o.Ä.. In Australien ticken die Uhren in vielen Dingen sehr viel langsamer.

Manly – vorgelagerte Insel Sydneys

Und so verwundert es nicht, das vormittags unter der Woche in Manly, einer vorgelagerten Insel Sydneys, alle Restaurants prall gefüllt sind. Die Überfahrt mit der Fähre dauert 20 Minuten und schon ist der Großstadtrubel Dank mediterranem Flair mit Fischerbooten und Stränden, vergessen. Die Fähren fahren direkt von/nach Hafen von der Wharf 1-5. Etwas weiter oben fahren Busse, mit dem 333er geht es zum wohl bekanntesten Strand der Welt, nämlich dem Bondi Beach.

bondi beach, coastal walk

Auch hier herrscht reges Treiben und auch das ist verständlich. Es ist nämlich nicht nur einer der bekanntesten Strände der Welt, sondern durchaus ein atemberaubend Schöner. Am Coastal Walk spaziert man 4km von Cogee nach Bondi vorbei an Klippen und weltbekannten Surfern. In Bondi selbst wird Beachvolleyball gespielt und einfach das Leben unter freiem Himmel genossen. Die Australier sind immer an der frischen Luft und in der Natur. Machen Sie es wie die Aussies und lassen den Tag mit Picknick am Strand oder Park ausklingen.

observatory point

Neben den genannten Optionen gäbe es in Sydney direkt noch den Observatory Point, der sich herausragend eignet, um den Tag Revue passieren zu lassen. Hier hat man von einem kleinen Hügel noch einmal eine andere Sicht auf die Harbour Bridge. Für alle Abenteuerlustigen, die die Brücke hautnah erleben wollen, gibt es drei Möglichkeiten: entweder man klettert an den Stahlträgern der Brücke, das muss man aber wirklich wollen, denn das kostet 280 Dollar pro Person! Die zweite Möglichkeit ist, lediglich die Türme zu besteigen. Die dritte und günstigste Möglichkeit, ist über die Brücke zu laufen, das kostet nämlich nichts und der Anblick der Stadt lohnt die Mühe allemal. Rückzu geht’s entweder per pedes oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln mit einer Opal Card, die alles stationengenau abrechnet.

Wahrscheinlich wollen Sie nach so einem Tag früh in die Koje, denn da Australien auf der südlichen Halbkugel liegt, sind nicht nur die Jahreszeiten vertauscht, sondern in Sydney sind sogar zehn Stunden Zeitunterschied, schließlich sind sie auch die ersten, die Silvester feiern und zwar mit dem größten Feuerwerk der Welt.

sydneysider und nachfahren von sträflingen

Ganz Australien hat 23 Millionen Einwohner, davon leben 5 Millionen in Sydney, von denen wiederum nur 30% sogenannte „Sydneysider“ also richtige Einwohner Sydneys und zugleich Melbourne-Hasser sind. Außerdem soll jeder Zweite ein Nachfahre ehemaliger Sträflinge sein.

Die Stadt selbst ist mit allen Vororten ca. doppelt so groß wie Berlin. Dennoch hat sich Sydney den Kleinstadtcharakter bewahrt.

aborigines

Eine der schönsten Metropolen der Welt steht auf dem Fundament der Aborigines, denn sie haben das Land mehr als 65.000 Jahre besessen und besitzen es immernoch.

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Port Portrait Sydney

Sydney in one day – impossible,
Sydney in one week – unfathomable,
Sydney once in a lifetime – sensational, unique and a must-do

20,000 years of history – you don’t really feel it when you enter Sydney Harbour. With relatively high swell through the South Pacific Ocean, we travel 30km on the Paramatta River to Port Jackson, surrounded by high-rise buildings. The view is always directed towards Sydney’s two landmarks: the Harbour Bridge, the largest steel bridge in the world, and the Opera House, architecturally unique. It literally calls you to itself all the time to finally moor your ship in the harbor. When the sun shines, the white sails of the most famous opera house dazzle and it is a magnificent sight every time a steamer or sailing ship passes by and passes the Royal Botanic Garden.

harbour bridge, sydney opera and royal botanical garden


Thousands of years of history lure you here, which you can feel on the crossing of the Botanic Garden with a view of the ancient trees, because they are sometimes as old as the dinosaurs and have been replanted from the Blue Mountains 60km away. If you take a closer look you can also find traces of the Aborigines. With a bit of luck an Aboriginal plays a didgeridoo (woodwind instrument) at the harbor when you go ashore. Otherwise you can only feel the presence of Aborigines by mentioning them in various museums, monuments or memorials. Hardly any Aborigines live in the city anymore, because they were expelled or died after Sydney became a convict colony of the British in 1788, whereupon the smallpox epidemic broke out. The newcomers were accommodated in today’s district „The Rocks“, right of the harbor, which still houses the oldest restaurants and hotels and tells gruesome stories of the winding alleys, wonderful to explore on an „I’m free tour“. The tours originally come from Germany and there are also tours for the city center. It is recommended that you do this right after docking, as the tours start at 10:30 am in the center at Town Hall. The most important sights such as the harbor, opera and botanical garden as well as the city center with its work and party district, China Town and Paddys Market are very central and can be easily reached on foot, you can easily walk 30,000 steps. After you have gained an overview, you can start planning your day, because Sydney has something for everyone.

freetime & food


Starting with the well-known leisure activities zoo and aquarium, Madame Tussauds, or the world’s largest cinema screen in the IMAX, it goes to many free museums (Art Gallery, The Rocks Discovery Museum) to enjoy the culinary diversity of Australia in the countless restaurants on Darling Harbour. Because Sydney is truly a melting pot of cultures. From British food to Asian (China Town, Vietnamese Pho), Greek, Italian, Lebanese and typical Australian food, you can taste it. By the way, the Australians are the only ones who eat their heraldic animals, namely emus and kangaroos. Let’s stay with curiosities: The government of Sydney was so to speak built on rum, because only by granting a monopoly on import and distribution, the Sydney Hospital could be financed and there was later the Parliament House, the government building, which says a lot about the Australians. Not only rum but also coffee plays a big role for a successful day in Sydney, it comes in all kinds of flavors from beetroot to turmeric to activated carbon, plus a rolled ice cream and the afternoon is perfect.

shopping


If there is still time, you can either shop in the chic Queen Elizabeth Building, the many outlets where you can get great bargains from famous brands or, if your wallet is more relaxed, you can also go to Westfield Sydney, where the Sydney Tower is located, from where you have a great view over Sydney. Even better and currently still an insider tip is the O-Bar in the office and business district at Martins Place. No sign indicates that there is a bar there. Just drive to the 47th floor and enjoy a 360 degree view, perfect for sunset or evening. There is no entrance fee, but you should bring some time and money, because the cocktail should be sipped very slowly for its 20 dollars and after 1.5 hours the gallery has turned once around its own axis and you can enjoy the complete skyline. Here, as in many other bars and restaurants in Sydney, the rule is: like to dress up, if you have the little black one with you, you can wear it and for men long pants are recommended (even at 40 degrees and 80% humidity). On the other hand the mentality of Australia is unbeatable and you don’t judge so much by clothing, status, education, religion or the like. In Australia the clocks tick much slower in many things.

manly little island

And so it is not surprising that during the week mornings in Manly, an island off the coast of Sydney, all restaurants are full to bursting. The ferry crossing takes 20 minutes and thanks to the Mediterranean flair with fishing boats and beaches, the hustle and bustle of the city is forgotten. The ferries go directly to/from the port from Wharf 1-5. A little further up, there are buses, with the 333er it goes to the probably most famous beach in the world, namely the Bondi Beach. Also here there is a lot of activity and that is understandable.

bondi beach, coastal walk

It is not only one of the most famous beaches in the world, but also a breathtakingly beautiful one. At the Coastal Walk you walk 4km from Cogee to Bondi past cliffs and world famous surfers. In Bondi itself you can play beach volleyball and simply enjoy life in the open air. The Australians are always out in the fresh air and in nature. Do it like the Aussies and end the day with a picnic on the beach or in the park.

observatory point


In addition to the above options, there is also the Observatory Point in Sydney, which is an excellent place to review the day. Here you have a different view of the Harbour Bridge from a small hill. For all adventurous people who want to experience the bridge up close, there are three possibilities: either you climb the steel girders of the bridge, but you really have to want to, because it costs 280 dollars per person! The second option is to climb only the towers. The third and cheapest option is to walk over the bridge, because it costs nothing and the view of the city is worth the effort. To get back, you can either walk or use public transportation with an Opal Card, which charges everything to the exact station.
After such a day you probably want to get to your bunk early, because since Australia is located in the southern hemisphere, not only are the seasons mixed up, but in Sydney there is even a ten-hour time difference, after all they are the first to celebrate New Year’s Eve with the biggest fireworks in the world.

sydneysiders


The whole of Australia has 23 million inhabitants, of which 5 million live in Sydney, of which only 30% are so-called „Sydneysiders“, i.e. real inhabitants of Sydney and at the same time haters of Melbourne. Furthermore, every second person is said to be a descendant of former convicts.
The city itself with all its suburbs is about twice as big as Berlin. Nevertheless, Sydney has retained its small-town character.

aborigines

One of the most beautiful metropolises in the world stands on the foundation of the Aborigines, because they have owned and still own the land for more than 65,000 years.

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