Tokio für Einsteiger (Japan Reise)

(english below)

Tokio erleben: Tipps und Eindrücke aus unserer Reise 

Eine Reise nach Tokio ist immer ein Abenteuer, besonders wenn man sich das erste Mal auf den Weg in diese pulsierende Metropole macht. Über 30 Millionen Menschen leben hier auf engstem Raum und es geht gesittet zu.

Hier teile ich unsere Erfahrungen, Eindrücke und einige Tipps, die dir helfen können, deinen Aufenthalt optimal zu gestalten. 

Komfortabel in der Premium Economy: Der perfekte Start 

Unser Flug begann entspannt. Wir haben das erste mal die Premium Economy von Emirates ausprobiert und es war jeden Cent wert. Wir haben nur Geschenke bekommen: Neben einem Begrüßungsgetränk noch vor dem Start und einem warmen Tuch, gab es eine kleine Waschtasche. Der Service war erstklassig und sorgte dafür, dass wir uns bereits bei der Anreise gut aufgehoben fühlten. 

Während des langen Fluges hatten einige ältere Passagiere Schwierigkeiten, unter anderem ein Mann, der umgefallen ist.

Tipp: Es ist wichtig, sich regelmäßig zu bewegen und vorsichtig aufzustehen, um den Kreislauf zu stabilisieren.  Strecken, Armen, Hände, Füße und Knie kreisen.

Jetlag vermeiden: Der Zeitumstellungs-Trick 

Ein einfacher, aber wirkungsvoller Tipp: Stelle im Flieger deine Uhr auf die neue Zeitzone ein und passe deinen Schlafrhythmus daran an. Wir haben uns bewusst entschieden, im Flugzeug nicht zu schlafen. Unser Plan: nachmittags von Deutschland losfliegen, im Flugzeug nur etwas ruhen, die Nacht durchmachen und abends in Tokio direkt ins Bett gehen. Das Ergebnis? Wir waren am nächsten Morgen topfit und fast ohne Jetlag auf japanischer Zeit. 

Willkommen in Japan: Der erste Eindruck 

Schon am Flughafen Narita hat uns die perfekte Organisation beeindruckt. Dort gibt es sogar ein kleines Polizei-Auto in Roboterform – eine nette Spielerei, die uns sofort ein Schmunzeln ins Gesicht zauberte. 

Einreise und Zoll: Digitaler QR-Code 

Die Einreise verlief reibungslos. Im Vorfeld hatten wir uns die Mühe gemacht, unsere Zollerklärung digital auszufüllen und den QR-Code bereitzuhalten. Das hat uns vor Ort viel Zeit gespart. Allerdings hätte man die Erklärung auch direkt vor Ort erledigen können – das ist also keine Pflicht wie es auf vielen deutschen Seiten zu finden ist, aber praktisch. 

Ab in die Stadt: Günstig und effizient – öffentliche Verkehrsmittel

Vom Flughafen ging es mit dem Narita Express in die Stadt. Ein Tipp für Erstbesucher: Man braucht ZWEI Tickets – eins für die Basisfahrt und eins für den Schnellzug. Die Zugfahrt war bequem, natürlich pünktlich und kostete nur etwa 40 € pro Person, im Vergleich zu 400 € für ein Taxi oder 180 € mit Uber. 

Praktische Details: 

Gepäck kann im Zug sicher verstaut werden. 

Keine Sorge, wenn du den Code vom Zahlenschloss vergisst – das Zugpersonal hilft gern. 

Absperrungen an den Gleisen schützen vor Unfällen oder Selbstmorden. 

Der erste Eindruck von Tokio 

Tokio empfing uns mit klirrender Kälte. Zum Glück hatten wir unsere Winterjacken dabei, während viele Japaner erstaunlich dünn angezogen waren – besonders Frauen in kurzen Röcken und Stiefeln. Der typische Manga-Stil mit bunten Haaren und Kontaktlinsen fiel uns sofort ins Auge. 

Kultur und Gastfreundschaft: Erste Erfahrungen 

Die Freundlichkeit der Japaner hat uns tief beeindruckt. Sie sprechen oft mit der Hand vor dem Mund, sei es beim Lachen, Essen oder Sprechen. Eine Kellnerin bedankte sich sogar ausdrücklich dafür, dass wir in ihr Restaurant gekommen sind – das erlebt man selten. Die Dankbarkeit wird sehr groß geschrieben. Die Japaner sind zurückhaltend und leise. Ganz anders, als ich es in anderen asiatischen Metropolen kenne.

Kein Trinkgeld nötig 

Die Servicekultur in Japan ist außergewöhnlich, aber Trinkgeld gibt es hier nicht. Stattdessen wird der Servicegedanke großgeschrieben: alles makellos, sauber und mit einem Lächeln. 

Unser kleines Hotel – ein Schuhkarton

Unser Hotelzimmer in Tokio war winzig – ein echter „Schuhkarton“ – 12m2, aber völlig ausreichend. Alternativen wie Hostels mit Gemeinschaftsbäder sind ebenfalls eine Option, aber nichts für uns. Es gibt auch Kapselhotels. Da wir so eines aber bereits in Bilbao hatten und unglaublich geschwitzt hatten, haben wir bewusst in Tokio darauf verzichtet.

Shibuya und Rappongi

Wir haben in zwei verschiedenen Stadtteilen gewohnt, um unterschiedliche Ecken kennenzulernen. In Shibuya ist einfach alles (Essen trinken, Meiji Schrein, Shibuya Crossing, Shops). Rappongi ist ein schicker Stadtteil, dessen Kaufpreise durch die Decke gehen. Hier sieht man viele schicke Autos, in Rappongi Hills ist ein Einkaufszentrum mit Kino, Theater, Museum, Essen usw. Rappongi hat uns zum Wohnen nicht so gefallen. Shibuya ist cool.

Sehenswürdigkeiten in Tokio

Tokio ist viel zu groß, um alles zu sehen. Die Attraktionen liegen auch teilweise 45 Minunten voneinander entfernt. Hier sind einige unserer Highlights:

Meiji-Schrein: Tradition hautnah 

Der Besuch des Meiji-Schreins war ein besonderer Moment und der erste Schrein, den wir gesehen haben. Er wurde 1920 erbaut für den Kaiser Meiji und seine Frau, die den Grundstein für ein modernes Japan legten.

Hier ein paar Tipps für den richtigen Ablauf: 

Vor dem Betreten des Torii-Tors verbeugen. 

Hände reinigen, bevor man das Heiligtum betritt. 

Zwei Mal verbeugen, einen Wunsch äußern, zwei Mal klatschen, und noch einmal verbeugen. 

Bevor wir zum Weg des Schreines gegangen sind, hat uns ein Wärter höflich darauf hingewiesen, nichts zu essen. 

Yoyogi-Park: Ein grüner Rückzugsort 

Direkt neben dem Meiji-Schrein liegt der Yoyogi-Park, perfekt zum Joggen, Musik hören oder einfach nur entspannen. Wir waren zwar etwas spät für den Indian Summer, aber etwas Laubfärbung haben wir dennoch mitbekommen.

Shibuya Crossing: Chaos mit System 

Die wohl berühmteste Kreuzung der Welt: Shibuya-Crossing, hat uns umgehauen. Hier queren über 2000 Menschen gleichzeitig die Straßen – ein faszinierendes Schauspiel.

Disney Store und Pokemon Center

Gleich in der Nähe gibt es bunte Shops wie den Disney Store oder das Pokémon Center, wo es drinnen extrem voll, draußen aber erstaunlich ruhig ist. 

Tag 2: Shopping und Kultur 

Am zweiten Tag haben wir einen Kollegen von mir besucht, Mitch, mit dem ich gearbeitet hatte. Er hat uns durch die Stadt geführt. Zusammen erkundeten wir Ometesando, eine große Einkaufsstraße mit Allee und massenhaft Geschäften. Besonders beeindruckend: die vielen Second-Hand-Läden wie „Amore Vintage“ oder „Rag Tag“, wo man Markenstücke günstiger bekommt. 

Kulinarisches Highlight 

Unser kulinarischer Favorit: Okonomiyaki, eine Art herzhafter Pfannkuchen mit Ei und Meeresfrüchten – ein Genuss, den man unbedingt probieren sollte! 

Tokio Bay

Zum Tagesabschluss ging es in die Tokio Bay über die Rainbow Bridge. Hier haben wir die Freiheitsstatue gesehen. Von hier ging es für uns weiter über die Teleport Station zum Kansai Park und wir haben den Tag bei einem schönen Sonnenuntergang ausklingen lassen.

Tokio war ein intensiver, bunter und beeindruckender Einstieg in Japan. Die Mischung aus modernem Stadtleben und tiefer Tradition macht die Stadt zu einem unvergesslichen Reiseziel. 

(Von Tokio aus haben wir Mount Fuji besucht (Artikel).) und sind nach Okinawa geflogen.

Am 2.1. zur Neujahrsansprache waren wir in Japan am Kaiserpalast. Hier geht’s zum Artikel.

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Experiencing Tokyo: Tips and Impressions from Our Trip

A trip to Tokyo is always an adventure, especially if it’s your first time visiting this bustling metropolis. Over 30 million people live in close quarters here, and yet, everything is calm and orderly.
Here, I’ll share our experiences, impressions, and a few tips to help you make the most of your stay.


Starting Comfortably in Premium Economy

Our journey began on a high note. We tried Emirates‘ Premium Economy for the first time, and it was worth every penny. It felt like a series of delightful surprises: a welcome drink even before takeoff, a warm towel, and a small amenities kit. The first-class service ensured we felt well taken care of right from the start.

However, the long flight wasn’t without its challenges. Some older passengers had difficulties, including one man who fainted.

Tip: It’s crucial to move around regularly during long flights. Stretch, rotate your arms, hands, feet, and knees to keep your circulation steady.


Beating Jet Lag: The Time Adjustment Trick

A simple yet effective tip: Set your watch to the new time zone as soon as you board the plane and align your sleep pattern accordingly. We decided not to sleep on the plane. Our plan: depart Germany in the afternoon, rest lightly during the flight, stay awake until evening in Tokyo, and head straight to bed. The result? We woke up the next morning fully adjusted to Japanese time, with minimal jet lag.


Welcome to Japan: First Impressions

From the moment we landed at Narita Airport, we were struck by the impeccable organization. We even spotted a small robot police car—a fun gimmick that immediately put a smile on our faces.


Entry and Customs: The Digital QR Code

Immigration was smooth and hassle-free. Before our trip, we completed the customs declaration form online and had the QR code ready, saving us time at the airport. However, completing the form in advance isn’t mandatory (despite what some German websites suggest), as it can also be done on-site. It’s just a convenient option.


Into the City: Affordable and Efficient Public Transport

From the airport, we took the Narita Express to the city center. A tip for first-timers: you’ll need TWO tickets—one for the base fare and another for the express train.

The train ride was comfortable, of course punctual, and cost only about €40 per person, compared to €400 for a taxi or €180 with Uber.

Practical Details:

  • Luggage is stored securely on the train.
  • Forgot the combination for your luggage lock? Don’t worry—the train staff is happy to help.
  • Barriers along the platforms enhance safety and prevent accidents or suicides.

First Impressions of Tokyo

Tokyo greeted us with a crisp chill. Luckily, we had our winter jackets, while many locals, especially women in short skirts and boots, seemed surprisingly lightly dressed. The iconic manga style – colorful hair and contact lenses – caught our attention right away.

Culture and Hospitality: First Experiences

The friendliness of the Japanese people left a deep impression on us. They often cover their mouths while laughing, eating, or speaking. A waitress even thanked us explicitly for coming to her restaurant – a rare experience. Gratitude is deeply valued in Japan. The Japanese are reserved and quiet, quite unlike what I’ve seen in other Asian cities.

No Need for Tips

The service culture in Japan is extraordinary, but tipping isn’t customary. Instead, the emphasis is on delivering flawless, clean, and smiling service.


Our Tiny Hotel: A Shoebox

Our hotel room in Tokyo was tiny – a real „shoebox“ at just 12m², but it was perfectly adequate. Alternatives like hostels with shared bathrooms are an option but not for us. Capsule hotels are also available, but having experienced one in Bilbao, where we sweated heavily, we consciously avoided them in Tokyo.


Sightseeing in Tokyo

Tokyo is far too big to see everything, and attractions are often 45 minutes apart. Here are some of our highlights:

Meiji Shrine: Tradition Up Close

Visiting the Meiji Shrine was a special moment. Built in 1920 to honor Emperor Meiji and his wife, it marks the foundation of modern Japan.

Tips for proper etiquette:

  • Bow before passing through the Torii gate.
  • Clean your hands before entering the shrine.
  • Bow twice, make a wish, clap twice, and bow once more.

A friendly guard politely reminded us not to eat before walking down the shrine path.

Yoyogi Park: A Green Retreat

Right next to the Meiji Shrine, Yoyogi Park is perfect for jogging, listening to music, or simply relaxing. Although we missed the peak of the autumn foliage, we still enjoyed some colorful leaves.

Shibuya Crossing: Organized Chaos

The world’s most famous intersection, Shibuya Crossing, amazed us. Over 2,000 people cross simultaneously – a mesmerizing spectacle.


Day 2: Shopping and Culture

On our second day, we visited a colleague, Mitch, who guided us through the city. Together, we explored Omotesando, a major shopping street lined with trees and numerous stores.

Vintage Treasures

We were particularly impressed by the many second-hand shops like „Amore Vintage“ and „Rag Tag,“ where you can find branded items at reduced prices.

Culinary Highlight

Our culinary favorite: Okonomiyaki, a savory pancake with eggs and seafood – a must-try!

Tokyo Bay

We ended the day at Tokyo Bay via the Rainbow Bridge. We saw the Statue of Liberty and continued to Kansai Park near Teleport Station, enjoying a beautiful sunset to conclude our day.


Final Thoughts on Tokyo

Tokyo was an intense, colorful, and awe-inspiring introduction to Japan. The blend of modern urban life and deep-rooted tradition makes this city an unforgettable destination.

(From Tokyo, we also visited Mount Fuji – stay tuned for that article!) and flew to Okinawa.

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